Excerpt for [WEB]EROTICA: Erotische BilderGeschichten by Daniel Gaynard, available in its entirety at Smashwords

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WebErotica

Erotische BilderGeschichten



Daniel Gaynard (Herausgeber)


Smashwords Edition

Published by Pressel Publishing Services &

MedienFabrik


© Daniel Gaynard, 2010

Wir präsentieren in dieser Ausgabe:

Notizen des Herausgebers

Bilder und Künstler

Blickpunkt Erotik: Erotisches zur Nacht

Die erotischen Geschichten

MassageGefühle

Gruppenspiele im Herrenhaus

Karrierefrau und Tschaikowsky

Kleine Nachlese

Notizen des Herausgebers

Die EDITION [WEB]EROTICA ist ein erotisches real-time Format, das von den Gründern und Betreibern des Erotic Blogs WebErotica geschaffen wurde. Real-time bedeutet dabei für uns, dass wir mit aktuellem Content aus dem Web arbeiten, aufbereiten und über eBooks dem Leser zur Verfügung stellen.

Wir betreiben auch auf Facebook einige Seiten sowie Gruppen zum Thema erotische Kunst und haben es uns zur Aufgabe gestellt, die besten erotischen Kunstwerke mit erotischen Geschichten aus dem Web anzureichern und damit kleine optisch-literarische Meisterwerke der Erotik zu schaffen.

Wir versammeln über unsere Blogs, Facebook Seiten und Twitter interessierte Autoren und Künstler und integrieren diese in unser Format. Die eingereichten erotischen Texte stammen von verschiedensten Autoren: vom begeisterten Novizen bis hin zum professionellen Autor. Uns geht Authentizität vor sprachlicher Vollendung und daher kann es vorkommen, dass manche Texte vielleicht holprig in den Ohren des Lesers klingen. Aber wir lassen die Autoren ihr Werk machen und ihre Sprache sprechen und bemühen uns lediglich um ein formales Lektorat, beseitigen bestmöglich Rechtschreib- und Grammatikfehler lassen aber ansonsten den Stil des Autors unberührt.

Jede Ausgabe der EDITION [WEB]EROTICA hat 2 bis 3 Geschichten, 8.000 bis 10.000 Wörter und eignet ich daher bestens für das Lesen unterwegs oder als abendliches Betthupferl. Dabei haben wir uns vorgenommen, zumindest jede Woche eine neue Ausgabe zur Verfügung zu stellen. Wir beginnen mit der EDITION [WEB]EROTICA eine spannende Reise in die Welt von real-time Büchern und real-time Magazinen wobei wir sicher viel Lernen und viel verbessern können.

Seit der letzten Ausgabe [#4] sind leider einige Wochen vergangen, weil die Prüderie von Facebook zugeschlagen und eine Facebook Gruppe gesperrt hat. Daher mussten wir uns teilweise neu organisieren.

Wir bringen mit dieser Ausgabe erstmals den „Blickpunkt Erotik“. Darin wollen wir interessante erotische Seiten im Web vorstellen und präsentieren. Beginnen möchten wir heute mit der Seite „Erotisches zur guten Nacht“, die uns ausnehmend gut gefällt. Wir betrachten gut gemachte erotische Seiten nicht als Mitbewerb zu unserer Seite und unserem Projekt, sondern im Gegenteil als Bereicherung des erotischen [Web]Universums.

Bilder und Künstler

In der letzten Ausgabe der EDITION [WEB]EROTICA haben wir mit Gustave Corbet und William Adolphe Bouguereau zwei alte Meister der realistischen erotischen Malerei aus dem 19. Jahrhundert vorgestellt, die heute angesichts der erfreulichen Vielfalt der zeitgenössischen Künstler sowie des unglaublich großen Spektrums erotischer Inhalte zu Unrecht etwas in das Abseits der erotischen Wahrnehmung gerückt sind. Auch in dieser Ausgabe greifen wir wieder auf etwas ältere Erotik zurück: auf Vintage Postkarten mit erotischen Motiven. Hier eine erste Galerie mit ausgewählten Stücken der „alten“ Erotik. Allesamt Werke aus der frühen Phase der Fotografie um die Wende von 19. zum 20. Jahrhundert. Heute bieten die guten Bild- und Fotobearbeitungsapplikationen die Möglichkeit an, Bilder im Vintage Look erscheinen zu lassen. Damals war diese dezente Weichzeichnung und Graustufenfotografie keine Option, sondern einzige Möglichkeit.

Wir haben uns für die Vintage Postkarten in dieser Edition entschieden, weil der Herausgeber dieser Edition einerseits ein begeisterter Sammler von Vintage Erotik ist und diese darüber hinaus auch heute noch eine gehörige Portion subtiler Erotik verströmen kann. Natürlich können weder die alten Meister des 19. Jahrhunderts noch die Vintage Erotik der frühen Jahre der Fotografie hinsichtlich Explizität oder Intensität der dargebrachten Erotik mit Videoclips und Digitalfotos mithalten. Aber der Reiz dieser „alten“ Erotik liegt in ihrer Subtilität und bildet damit – zumindest aus unserer Sicht – manchmal einen angenehmen Gegenpol zur real-time Fastfood Erotik der Jetztzeit.

Blickpunkt Erotik stellt vor: Erotisches Nacht

Es gibt viele erotische Seiten im Web. Wahrscheinlich mehr Seiten als zu irgendeinem anderen Thema. Genauso vielfältig wie das Angebot ist auch die Qualität des dargebrachten. Nach dem Motto „nichts menschliches sollte einem fremd sein“ werden eben alle Geschmäcker jeden Niveaus bedient. Daher findet der an Sex und Erotik interessierte Besucher des Webs eben die brutal einfachen Abzockerpartien, die lediglich ihre erotischen Mehrwertnummern bewerben ebenso wie höchste erotische Kunst im besten Stile der alten Meister [mit neuen Mitteln halt].

Irgendwo im oberen Segment sehen wir da Erotisches zur Nacht angesiedelt. Der vom Erozuna Verlag betriebene Blog um Erotik, Kunst und Freiheit bemüht sich, erotische Kultur im besten Sinn des Wortes darzubieten. Das Portfolio umfasst erotische Bilder und Fotografien ebenso wie hochstehende erotische Literatur. Vor allem letzteres gelingt den Betreibern des Blogs sehr gut. Gute Autoren beiderlei Geschlechts schreiben niveauvolle Geschichten voller Erotik und Sex. Die einzelnen Geschichten sind aufgelockert durch erotische Bilder und erotische Künstler, die im Artikel ein kurzes Feature erhalten.

Das Konzept des Blogs zieht sich durch bis hin auf Facebook, wo bereits fast 1.300 Freunde der guten erotischen Nacht zu finden sind. Wer also keinen Porno und keine zu explizite Erotik sucht, der ist bei Erotisches zur Nacht komplett richtig.

Die erotischen Geschichten

Massagegefühle

Ich bin komplett erledigt. Die bevorstehende Prüfung nimmt mich anständig her. Seit Wochen sitze ich abwechselnd in der Unibibliothek und lerne oder ich verdiene mir als Büroaushilfe etwas dazu. Natürlich alles sitzend. Es ist Hochsommer und schweineheiß. Draußen scheint die Sonne und ich verbringe meine Zeit vor Schreibtisch, Tastatur und Bildschirm. Ich komme mir vor, als wäre ich seit Jahrzehnten nicht mehr aufrecht gegangen.

Mein Rücken ist hart wie eine Betonwand und schmerzlich verspannt. Also habe ich mich zu meinem Orthopäden geschleppt und auf Hilfe gehofft. Tatsächlich hat der mir ein Rezept über insgesamt sechs Massageeinheiten a la 60 Minuten verschrieben. Alleine der Gedanke an die Hände, die meinen Betonrücken wieder weich kneten verschafft mir etwas Entspannung. Also stehe ich hier vor meinem Kleiderschrank und überlege, was ich denn heute zum Massagetermin anziehen werde. Ich komme mir dabei schon etwas blöd vor, da es ja eigentlich darum geht, dass ich mich ausgezogen auf der Liege kneten lasse.

Ich zwinge ich meine paar Kilo Hintern in einen knappen String. Darüber Jeans und T-Shirt. Frisch geduscht und mit guter Laune mache ich mich auf den Weg Richtung Innenstadt. Ich freue mich auf die Massage und den damit verbundenen Körperkontakt. Eigentlich ist es mir egal ob ich von “Mann“ oder „Weib“ massiert werde, so lange ich mich knetenden Händen befinde. Ja, das mit dem Sex ist halt auch schon lange her. Zu lange, um wirklich war zu sein. Eigentlich bin ich rollig wie eine Katze und süchtig nach Körperkontakt. Hände, die über meinen Körper wandern und mir Gutes tun wollen. Na ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Seit wann sollte es Befriedigung auf Rezept geben?

In der Praxis angekommen, fühle ich mich wie in der Sauna. Die hochsommerlichen Außentemperaturen sind gar nichts gegen das Klima hier. Hinter dem Empfangstresen sitzt eine leicht bekleidete blonde Schnitte, die man eigentlich mit einer Waffe vor dem männlichen Besucherverkehr schützen müßte. Ich lasse mich in einen der schwarzen ledernen Wartesessel sinken und warte auf den Augenblick, dass ich mich entblättern darf. Wenn ich mal ordentlich verdiene, werde ich diesem Haus eine Klimaanlage spendieren. Eine Sauna bietet wenigstens noch eine kalte Dusche, aber hier... Ich zerfließe.

"Morgen!" Vor mir steht ein riesiger Blondschopf und schaut mich erwartungsfroh an. Ich lächle irritiert. "Guten Morgen..." Da steht er immer noch. "Tja, denn mal hopp hopp, Mädel. Zimmer zwo ist heut angesagt." Auf meiner Augenhöhe befindet sich sein Schritt, meine Güte, so stellt man sich doch nicht vor die Weiblichkeit hin. Ich lächle nach oben. "Junger Mann, ich habe einen Termin beim Chris, Sie verwechseln da sicher etwas." Was für ein Typ, der nimmt mir komplett das Licht. "Der Chris wurde zum Bund eingezogen, hat den Antrag zum Zivildienst zu spät eingereicht. Ist sogar von den Feldjägern abgeholt worden. Also haben wir zwei das Vergnügen. Und nun hopp, die Zeit läuft. Zimmer zwo, ich schau noch schnell auf dem Rezept nach, was anliegt."

Aha. Willkommen in der Realität denke ich, keine zartfühlenden, weichen Hände, die meinen Rücken lesen. Ich fühle mich ein wenig betrogen. Die Tür fliegt auf und vor mir steht der Riese. "So, na denn legen wir mal los. So eine Verspannung muß doch kleinzukriegen sein... Klamotten runter und rauf aufs Brett." Da hat wohl jemand heute morgen eine Menge Gute-Laune-Kekse gegessen... Ich füge mich meinem Schicksal, packe mein Shirts auf den naheliegenden Hocker und mich auf die Liege. "Junge Frau", klingt seine sonore, tiefe Stimme nah an meinem Ohr, "die Hose auch, die Rückenmuskulatur endet schließlich nicht am Hosenbund."


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